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Nervige Mitarbeiter - belastende Beziehungen verbessern, ohne dass es der andere merkt! - Personal-Coaching für Juristen und Anwälte

Aktualisiert: 14. Mai

Nervige Mitarbeiter - belastende Beziehungen verbessern, ohne dass es der andere merkt! - Personal-Coaching für Juristen und Anwälte

Wer hat das noch nicht erlebt: Mitarbeiter in der Anwaltskanzlei, Rechtsschutz etc., die auf die Nerven gehen. Der Vorgesetzte, die Sekretärin, der Klient, der Anwalt oder die Anwältin nebenan. Am liebsten weg mit ihnen. Sofort. Doch das geht nicht immer oder ist nicht immer wirtschaftlich. Die (personelle) Situation am Arbeitsplatz wird sich demnächst aber auch nicht ändern. Und gehen will man ja auch nicht. Was kann man gegen den Ärger tun?


In vorliegendem Blog beschreibe ich drei höchst effektive Methoden, wie du das Arbeitsverhältnis zu anderen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen am Arbeitsort verbessern kannst, und zwar ohne, dass die anderen davon wissen!!! Wie ist das möglich?

Einfach erklärt werden Beziehungen insbesondere durch die Art gestaltet, wie Menschen grundsätzlich zu anderen Menschen stehen, wie sie sie wahrnehmen (können), was sie über diese Beziehung glauben (gestützt aus früheren Beziehungserfahrungen) und wie sie sie bewerten und bezeichnen.  Solche Wahrnehmungen und Gedanken sind im menschlichen Gehirn über Bilder, Geräusche (inkl. Stimmen), Gefühle und Gerüche gespeichert, also über Sinneswahrnehmungen. Ändern wir nun diesen unbewussten Rahmen resp. diese unbewussten Wahrnehmungs-, Glaubens- und Bewertungsschleifen, dann ändert sich freilich auch die Beziehung zur anderen Person, die das aufnimmt. Dieses Veränderungspotential, was jederzeit aktiviert und verändert werden kann, macht man sich in einem Coachingprozess zunutze.

Ich beschreibe nun die drei Methoden, welche ich im neurolinguistischen Programmieren (NLP) sowie im Schema-Coaching kennengelernt habe und seither mit grossem Erfolg im Rahmen des Personal-Coachings praktiziere.

 

1.       Tauschen und Doppeln sowie Meta-Perspektive

Die erste Methode ist das sogenannte „Tauschen und Doppeln“. Beim Tauschen und Doppeln schlüpft man in vier verschiedene Positionen, um andere Perspektiven und daraus neue Erkenntnisse über sich, den anderen und die gemeinsame Beziehung zu gewinnen. In der ersten Position, der eigenen, werden die Ausgangslage sowie eigene Befindlichkeit, Gedanken, Erwartungen, Befürchtungen beschrieben. Dann schlüpft man in die Rolle der nervigen Person, und befragt diese über die gemeinsame Beziehung. Das ist möglich, da wir Menschen das Verhalten vom Gegenüber unbewusst abspeichern und sogar deren Befindlichkeiten etc. mit den sogenannten Spiegelneuronen (Mitgefühl) kennen. Darauf nimmt man eine dritte Position ein, eine neutrale Aussenperspektive, die Meta-Position, und beschreibt die Beziehung von aussen, bereits mit den kleinen und grossen Erkenntnissen und Aha-Momenten aus dem bisherigen Prozess. Danach geht der Prozess weiter, indem man wieder die Perspektiven resp. die Positionen wechselt. Es kann sogar eine Meta-Meta-Perspektive, eine vierte Position, eingenommen werden, auf welcher man sich selber auf der Dritten Positionen sieht, wie diese die anderen zwei Positionen beobachtet. Das hilft insbesondere, eigene unliebsame Gedanken und Gefühle noch besser zu erkennen und zu relativieren. Nach dieser Übung ist die Beziehung entspannter, das garantiere ich!

 

2.       Das Soziale Panorama

Das soziale Panorama ist eine sehr schöne Methode aus dem NLP. Hier wird in der inneren Vorstellung insbesondere mit Raumankern gearbeitet. Nervige Personen werden auf einer virtuellen Fläche aufgestellt, die höchst individuell ausfallen kann, und dann auf eine neue Position auf der Fläche gerückt, so dass es sich angenehmer anfühlt. Danach schickt man der nervigen Person alle jene Ressourcen zu, die diese Person braucht. Die (An-)Spannung lässt deutlich nach. Eine solche Veränderung funktioniert deshalb so gut, weil das Denken und Fühlen von Menschen über andere Menschen nicht nur über die Sinneswahrnehmungen wie oben beschrieben beeinflusst wird, sondern auch mit Raum und Zeit verknüpft ist. Solche Raum- und Zeitanker zeigen sich bereits in unserer Sprache: «Er steht hinter mir»; «Sie ist meine Vorgesetzte»; «Mein Kollege steht mir zur Seite»; «Ich brauche mehr Abstand»; «Ich möchte die Verantwortung loslassen und das Problem / die Person wegschieben». Es funktioniert!

 

3.       Die Arbeit an Glaubenssätzen, Überzeugungen und Schemata’s

 

Wir Menschen erlangen ziemlich früh im Leben Überzeugungen über sich selbst («ich bin stark, ich bin schwach etc.»), über andere («Menschen sind gefährlich, faszinierend, meine Freude / Feinde») über die Welt («Die Welt böse / ein Paradies etc.») sowie über die eigenen Fähigkeiten («Ich schaff das»; «ich glaube an meine Fähigkeiten»; «wenn ich etwas will, dann bekomme ich es auch»). In Bezug auf andere Menschen gibt es zudem Überzeugungen, wie andere Menschen sich in bestimmten Kontexten und zu eigenen Erwartungen zu verhalten haben (sog. Norm-Schemata) einerseits. Und andererseits wie man selber reagieren soll (z.B. «schimpfen, zur Schnecke machen, meiden, erdulden, aussprechen etc.»), wenn der Dritte sich nicht entsprechend den eigenen Erwartungen oder Gewohnheiten verhält (sog. Regel-Schemata). Du kannst sicher schon jetzt feststellen, dass bei solch vielen Vorprägungen, inneren Überzeugungen über sich, andere, Normen, es gibt noch viele mehr!, Beziehungen am Arbeitsort (unverschuldet) beschwert sein können. Und vergiss nicht, andere tragen vielleicht ebenfalls den einen oder anderen unnützen Glaubenssatz mit sich. Relativiert und verändert man das eigene Denken in eine positive oder andere Richtung, dann verändert sich entsprechend auch die Wahrnehmung, das Denken, das Fühlen und Verhalten gegenüber anderen Menschen ganz automatisch. Die Beziehung wird leichter.

 

Das waren nun die drei Methoden, die mir deshalb so gefallen, weil sie leicht anzuwenden und sehr wirkungsvoll sind. Es gibt noch andere kraftvolle Techniken. Gerne stehe ich dir im Rahmen eines Personal-Coaching zur Verfügung, eine oder alle drei Übungen durchzuführen. Du profitierst von einer sofort einsetzenden Entspannung und profitierst von einem gestärkten Selbstmanagement. Und noch mehr: Einmal durch gespielt wird es dir helfen, nicht nur bei einer konkreten Person dich anders zu verhalten, sondern auch bei allen Menschen ähnlichen oder gleichen Schlages. Damit sparst du Kraft und Energie, wichtige Garanten für beruflichen Erfolg.


Und wie man Beziehungen in der Arbeit oder auch sonst allein auf der sprachlichen Ebene verbessert, einfach indem man die Wortwahl verändert, nicht den Inhalt, oder wie man ein Konfliktgespräch richtig angeht, zeige ich dir in den nächsten Blocks.


Nervige Mitarbeiter - belastende Beziehung verbessern, ohne dass es der andere merkt! - Personal-Coaching für Juristen und Anwälte. Alles Wissenswerte finden Sie auf der Homepage.


Oliver Streiff, Rechtsanwalt und Personal-Coach, Zürich, München, Online

Nervige Mitarbeiter Beziehungen verbessern Anwälte

 

 

 

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